Reisen mit Baby

We made it. Nach New York. Mit unserer Mini im Gepäck. Eine Woche Urlaub in der Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten. Die erste große Reise nach der Geburt. Unser erster Urlaub zu dritt. Und der erste Flug mit Baby. Abflug in München, Ankunftsort New York – das bedeutet einen neunstündigen Flug. Nicht gerade das optimale Reiseziel für den (ersten) Urlaub mit Baby. Lange haben wir hin und her überlegt und irgendwann dann einfach gebucht und meine Freundin in New York besucht. Hier unsere Erfahrungen und Tipps für Urlaub in New York mit Baby:

Urlaub in New York mit Baby: Fliegen mit dem Lufthansa Baby Bett

Zum Glück hat sich herausgestellt, dass Fliegen für unsere Mini nichts Anderes war als Zug fahren. Es hat sie wenig beeindruckt. Ganz anders als mich, die doch so mit Flugangst zu kämpfen hat und Langstreckenflüge eigentlich nur mit Beruhigungsmitteln übersteht. Tatsächlich hat es mich dieses Mal aber total abgelenkt, mich um die Mini zu kümmern, sie auf dem Schoß sitzen zu haben, den Gang mit ihr auf und ab zu gehen, mich einfach mit ihr zu beschäftigen. (Gut, ein, zwei Gläschen Rotwein haben auch geholfen.) Für die Mini gab es Nasentropfen vor Abflug und ein Fläschchen bei Start und Landung, sonst alles wie gewohnt. Sie machte drei kurze Schläfchen in dem Lufthansa Baby Bettchen – mehr war leider nicht drin, es war ja auch taghell. Aber immerhin reichte es währenddessen für meinen ersten ganzen Kinofilm seit ca. 7 Monaten. (Hier geht es zu Jules’ Experteninterview zu dem Thema Fliegen mit Kindern)

Ist der Flug überstanden und man denkt, man ist endlich angekommen, geht es erst noch weiter mit dem Einreise-Prozedere auf amerikanischen Boden, Schlangestehen am Taxistand und eine Stunde Fahrt von JFK Airport bis Brooklyn Greenpoint. Finally angekommen, ließen wir alle Strapazen hinter uns und verbrachten eine großartige, aufregende Woche in New York. Vom Kopf waren wir von jetzt auf gleich in einer anderen Welt. Wir durften bei unseren lieben Freunden Babs, Alex & der sechs Monate alten Emilia wohnen. Eine tolle Zeit, inklusive gemütlichem Matratzenlager in ihrer kleinen, feinen Wohnung in Brooklyn Greenpoint (Wir haben sie eigentlich mehr belagert). So haben wir acht Tage lang das Leben zweier Münchner in New York begleitet. (Auch hier mehr in Kürze.)

Zu New York an sich muss man nicht viel erklären. Der Big Apple. Die Stadt, die niemals schläft. The City. Eben einfach eine Wahnsinns-Stadt. New York mit (in unserem Fall sogar) zwei Babys zu erleben, ist aber schon noch einmal etwas anderes. Die Entfernungen werden plötzlich noch weiter, die Zeitfenster kürzer, und es kommt einem alles noch lauter, höher und voller vor. Trotzdem sind wir – mit wohl den einzigen zwei (auch noch identisch aussehenden) Joolz Kinderwägen unter den ganzen Bugaboos, die die Straßen von New York dominieren – die Gegenden von Brooklyn und Manhattan auf und ab gelaufen. Neben den typischen Hot Spots konnten wir auf unserer Sightseeing Liste zudem etliche Wickelplätze, Waschräume und Parkbänke verbuchen. Zugegeben, etwas Bedenken hatten wir anfangs schon: Neue Umgebung, Zeitumstellung, der ganze Trubel. Und unsere Mini? Saß freudestrahlend im Kinderwagen oder in der Manduca und hat sich Land und Leute mit angesehen und die Aufregung scheinbar genossen. Zum Schauen gibt es hier ja auch wirklich zu Genüge. Wir haben offensichtlich eine Reise-Maus. Juhu!

Joolz und Skyline von Manhattan

Hier kommen unsere Top 4 persönlichen Highlights und Lieblingsplätze aus der Woche, so babytauglich wie möglich:

1. Abseits der typischen Sehenswürdigkeiten wie Freiheitsstatue, Empire State Building oder Times Square durch die Straßen von Greenpoint und Williamsburg zu laufen. Greenpoint, die nördlichste Ecke Brooklyns, grenzt an Williamsburg, und ist vielleicht noch nicht ganz so hip wie Williamsburg. Auf jeden Fall ist in beiden Gegenden etwas weniger Trubel als in Manhattan. Es gibt aber genauso viel zu entdecken. Hier versammelt sich eine bunte Mischung aus Künstlern, Musikern, Fabrikhäusern, Lofts, Townhouses, kleine Vintage Läden, nette Boutiquen, Parks oder süße Cafés, auf die man in München erst mal auf die Suche gehen muss. Von hier aus werden wir Euch auch in Zukunft ab und an ein paar Spots vorstellen und freuen uns schon auf regelmäßige Gastbeiträge aus dem Big Apple von Babs.

Urlaub in New York: Dachterrassen und Lofts in Greenpoint

2. Die East River Ferry war mit Abstand unser beliebtestes Transport Mittel, um mit Kind und Kegel von Brooklyn Greenpoint nach Manhattan zu kommen. So war eigentlich die Fahrt bereits das Ziel, weil wir hier schon die unglaubliche Skyline geniessen konnten, Meeresluft gerochen haben, und das Handling mit den Kinderwägen einfach easy war (was man von der U-Bahnfahrt nicht gerade behaupten kann). Wir hatten viel Platz, die Ferry war nie überfüllt und das Schaukeln und die frische Luft haben die zwei Minis bestimmt genauso genossen wie wir.

Urlaub in New York: Anlegestelle East River Ferry in Greenpoint

3. Natürlich die Dachterrasse auf Babs’ & Alex’ Wohnkomplex in Brooklyn mit Blick auf die Skyline von Manhattan. Man kann dort einfach eeeeewig stehen und nur schauen. Der Ausblick wird nie langweilig weil er sich, je nach Tageszeit und Licht, ständig verändert. Ein absolut beruhigendes Gefühl. Und gleichzeitig kommt man sich vor, als wäre man mitten im Geschehen. Sehr praktisch für uns, weil wir vor allem abends wegen den beiden Minis oft zu Hause waren. So hatten wir sozusagen unsere private Rooftop-Bar.

Urlaub in New York mit Baby: auf dem Rooftop mit Blick auf Skyline

4. Ein klassischer Sightseeing Ort: Die Ecke um das Flatiron Building bzw. der Madison Square Park war eines unserer Hot Spots. Der Straßenzug erinnert doch ein bisschen an die Gran Via in Madrid, oder nicht? Hier saßen wir auf jeden Fall schon bei unserer letzten New York Reise ohne Baby so gerne. Und auch dieses Mal haben wir hier immer wieder einen Zwischenstopp auf einer Parkbank eingelegt, um der Mini ihr Fläschchen oder ihren Brei zu geben, und mit einem Kaffee in der Hand die Mischung aus Squirrels, Kindergruppen und Business Leuten zu beobachten. Gestärkt ging es dann weiter in den Trubel und ab nach Soho…

Flatiron Building

Eine Woche Urlaub in New York vergeht leider wie im Flug. Und mit Baby gleich doppelt so schnell. Es war auf jeden Fall ein unvergessliches Erlebnis und die Stadt ist immer wieder beeindruckend, auch wenn wir sie mit Baby, zugegeben, etwas anders erlebt haben als sonst. Zum Glück mussten wir nicht sofort nach Hause fliegen, die Reise ging von hier aus weiter in Richtung Süden der USA. Schließlich brauchen wir Erholung von der turbulenten Woche in NY. Aber wir kommen wieder. Bestimmt…

XOXO

Eure Pi