Plätzchen mit Marillenmarmelade

Ich habe ja vor Kurzem erst von meiner Freundin Silke und ihren sagenhaften Kochkünsten berichtet (zum Risotto Rezept). Unterschlagen habe ich allerdings, dass sie natürlich auch ein echter Backprofi ist. Zur Weihnachtszeit zieht sie sich jedes Jahr für ein Wochenende in ihre geheime Weihnachtsbäckerei zurück und backt zusammen mit ihrer Oma und Mama in einem irren Marathon unglaublich viele Plätzchen, die sie dann an eine ganze Meute Verwandte, Freunde und Kollegen verschenkt. Zum Glück gehören wir auch zu den Auserwählten, die so einen Plätzchenteller an Heilig Abend dann abstauben dürfen. Ich freu mich jetzt schon darauf. Und die Marillensterne gehören natürlich zu meinen Lieblingssorten. Die sind immer viel zu schnell aufgegessen.

Hier erfahrt ihr mehr zu Silkes Lieblingsrezept:

Backen ist meine große Leidenschaft, doch zur Weihnachtszeit auch irgendwie ein Muss. Und ein bisschen Stress, wenn ich an die 18 Plätzchensorten denke, die auf meiner To-Do-Liste stehen. Doch immer wenn ich das erste Mal Puderzucker über den warmen, duftenden Teig siebe, werde ich ganz ruhig und entspannt und die stade Zeit beginnt auch für mich.

Marillensterne, das ist die eine Sorte auf die ich nie verzichten würde. Sie schmecken herrlich marmeladig, fast wie ein kleines Frühstück und deswegen überhaupt nicht trocken. Außerdem sind sie optisch der Renner auf dem Plätzchenteller. Jeder der zum ersten Mal zugreift, langt nach dem goldigen Stern.

Für dieses Rezept habe ich ein altes Marillenringe Rezept meiner Oma leicht variiert. Die Plätzchen sind etwas aufwendig in der Zubereitung, aber es lohnt sich in jedem Fall.

Für circa 40 Stück:

400 gr Mehl

120 gr Zucker

250 Butter

1 Prise Salz

1 Päckchen Vanillezucker

1 Eigelb

1 Schnapsglas Rum

Zum Verzieren:

80 gr Puderzucker

1 Glas Marillenmarmelade

1 Schnapsglas Rum

  1. Mehl auf ein großes Backbrett sieben, eine Kuhle in die Mitte des Mehlberges drücken. Zucker, Vanillezucker und Salz darauf streuen und in die Kuhle das Eigelb geben. Die weiche Butter in Flocken auf dem „Kraterrand“ verteilen. Nun zügig zu einem Teig verkneten. Zwischendrin das Glas Rum dazugeben, das hilft beim Kneten und macht den Teig geschmeidig. Den Teig mindestens eine Stunde kühl stellen, besser über Nacht.
  2. Den Backofen bei Umluft auf 150 Grad vorheizen. Einen Teil des Teiges mit etwas Mehl auf dem Backbrett ausrollen. Er sollte 2-3mm dick und recht gleichmäßig ausgerollt sein. Nun mit einem Ausstecher vom circa 4cm Durchmesser Plätzchen ausstechen. Aus jedem zweiten Plätzchen mit einem sternförmigen Ausstecher von circa 2,5cm Durchmesser kleine Sternchen ausstecken. Die übrigen Teigreste und die ausgestochen Sternchen einfach wieder zum Teig dazugeben und neu ausrollen. Wer mit Kindern bäckt, kann die Sternchen gleich mit auf Backblech legen und später mit silbernen Streuseln verzieren.
  3. 15 Plätzchen mit und 15 ohne Sternchenloch auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech aufreihen und circa 8 Minuten im Ofen backen. Die Plätzchen sollten leicht buttrig gelb glänzen, aber nicht bräunlich werden. In der Zwischenzeit ein Sieb mit Puderzucker herrichten und die Aprikosenmarmelade mit dem Rum glattrühren. Wenn keine selbstgemachte Marmelade zur Hand ist, empfehle ich Schwartau Extra Samt, die ist sehr cremig ohne Stückchen.
  4. Das Blech aus dem Ofen nehmen und die Plätzchen mit dem Sternchenloch mit einem Messer vorsichtig zusammenrutschen und mit Puderzucker bestäuben solange sie noch heiß sind. Auf die anderen je einen Klacks Marmelade geben und nun die Puderzucker-Deckel vorsichtig darauf setzen. Bei Bedarf die Marmelade mit einem spitzen Messerchen oder einem Holzstab in die Ecken des Sternes ziehen. Dann die Doppeldecker auf einer Platte vollständig auskühlen lassen.
  5. Wenn sie einige Stunden kühl gestanden haben in eine Dose stapeln und Backpapier zwischen die Schichten legen. So bleiben Sie hübsch und lecker bis zu den Feiertagen und könne auf den Plätzchenteller drapiert werden.

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