Münchenliebe

Liebes München, natürlich vermisse ich Dich! Aber nicht nur. Meistens bin ich auch froh hier in Südfrankreich zu sein. Ist ja nur eine kurze Auszeit und ich besuche Dich ja ganz oft. Ich habe eine vorläufige Bilanz aufgestellt. Meine München Highlights und München Tipps…

10 Dinge, die ich aus München vermisse (- ok, es sind sogar 11 Dinge):

  • Mitten drin, im geliebten Stadttreiben zu wohnen. Tür auf, Kinderwagen raus, durch die Hood flanieren. Nebenbei kleine Erledigungen machen, oder auch nicht. Einfach zum nächsten Park laufen. Immer im Ohr: Das vertraute Geräusch der Trambahnen, die vorbeifahren!
  • Die kurzen Wege, wenn man doch mal außerhalb seines Viertels verabredet ist. In einer halben Stunde ist man ratzfatz quer durch die Stadt und am anderen Ende.
  • Die Winterlandschaft und Berge am Wochenende genießen: Rodeln, Skifahren, Schlittenfahren…
  • Morgens Fahrradfahren, wenn die Stadt gerade erst erwacht. Vorbei am Königsplatz, Richtung Odeonsplatz, Hofgarten, Residenzstraße,… einfach herrlich!
  • Durch den Englischen Garten schlendern, mit Kinderwagen und Co. Jetzt erst begreife ich, was alle Welt so toll findet an diesem Park. Für mich war er einfach immer da.
  • Die Spielplätze!!!
  • Biergarten Saison ist ja noch nicht, aber trotzdem vermisse ich die jetzt schon!
  • Schlendern im Gärtnerplatz-Viertel. I love it. Ein fester Programmpunkt für jeden Heimaturlaub.
  • Einen guten Kaffee! Die Franzosen können kulinarisch ja wirklich sehr sehr viel, aber Kaffee irgendwie nicht. Ich vermisse die vielen kleinen Cafés und Röstereien mit wirklich richtig gutem Kaffee und nicht einem aus der Nespresso-Maschine.
  • Käsespätzle! Gut, Spätzle an sich kommen ja eigentlich aus dem Schwabenländle. Aber trotzdem, weitaus mehr als Brezen vermisse ich gute einfache Käsespätzle!
  • Am meisten vermissen wir natürlich das, was jeden Heimatort zur Heimat macht: Unsere liebe Familie und die Spezis zu Hause!

10 Dinge, die ich nicht vermisse:

  • Das Wetter: weiß-blauer Himmel hin oder her. Wenn man gerade keinen Ausflug in die schöne Winterlandschaft macht, sondern bibbernd sein Kind in die Krippe bringt und zur Arbeit fährt. Oder es wochenlang einfach nur nass und grau ist…
  • Fahrradfahren durch die Stadt, nicht früh morgens, sondern dann, wenn alle unterwegs sind, die Straßen verstopft sind. Eine Baustelle nach der anderen. Wie anstrengend und einfach risky…
  • Gemüseabteilungen in den Supermärkten! Man kann ja nicht jeden Tag auf dem Viktualienmarkt einkaufen gehen. Und auch der kann mit seinem Angebot fast nicht mithalten mit all den Märkten hier um die Ecke, bei denen man das Gefühl hat, die Orangen und Äpfel hingen gerade noch nebenan am Baum. Sicher zusammen mit den Himbeeren, Erdbeeren, Blaubeeren, Feigen, Salatköpfen…
  • Keinen Platz zu haben! Immer wieder dieses Wohnthema: Zentral wohnen heißt in München meistens, auf ganz viel Fläche zu verzichten. Das ist im Moment zumindest passé. Herrlich, endlich mit einem eigenen Kinderzimmer und gaaaanz viel Stauraum!
  • Parkplatzsuche vor dem Haus.
  • Sorry, geliebte Isar! Aber das Meer ist einfach ein zu guter Ersatz für Dich.
  • Münchner Innenstadt-Luft im Vergleich zu einem frischen Duft nach Pinien mit leichter Meeresbrise…
  • Die vielen Wartelisten und alltäglicher Aufnahmewahnsinn für Familien: Ärzte, Hebammen, Krippen, Kindergarten, Geburtskliniken…
  • Strenge Blicke von Leuten in U-Bahn oder Supermarkt, wenn die Mini offensichtlich mal nicht so einen guten Tag hat.
  • Schicke Restaurants, in die man mit Kindern lieber nicht geht.

Alles Liebe,

Eure Pi

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