Macht mal Pause. Aber richtig.
Jules hat Entspannungstipps vom Experten. Die bringen wirklich was!

Entspannung_Meditation

Ich bin oft zu Gast im Gedankenkarussell: „Schnell noch Brot kaufen! Die Schneehosen der Kinder müssen gewaschen werden! Oje, die mail an die Arbeit muss raus! Die Geburtstagskarte für meine Freundin Sabine!“ Gerne fährt das Karussell just auch dann los, wenn ich todmüde das Licht ausmache, und eigentlich schlafen möchte. Oder ich mache drei Sachen mehr oder weniger gleichzeitig: Kochen, Wäsche zusammenlegen, nebenher mails checken. Ihr kennt das auch? Macht es euch glücklich? Mich nicht.

Allerdings habe ich mich etwas gebessert, Tendenz steigend. Wie es kam? Ich durfte für die Zeitschrift FREUNDIN einen Artikel über Pausen machen schreiben, ausgerechnet. Und machte mich schnell, schnell an die Recherche. Schon nachdem ich mich eine Weile eingelesen hatte, spätestens aber nach dem Gespräch mit Meditationslehrer Ulrich Hoffmann aus Hamburg, schlug ich jedoch ein anderes Tempo an, oder besser gesagt eine andere Wahrnehmung.

Aber halt, nicht gleich abdriften, wenn ihr das Wort „Meditation“ lest: Ich dachte früher auch immer „Sorry, aber für Rumsitzen und Meditieren habe ich jetzt mal gar keine Zeit.“ Dabei ist Meditation nichts anderes als die Konzentration auf den Augenblick. Klar, es gibt auch längere Mediationen, Gedankenreisen zum Beispiel, die mehr Zeit brauchen. Aber eigentlich geht es darum, das, was man tut, achtsam zu tun. Denn nur dann erholt sich auch unser Gehirn – und lernt, auch wenn es mal hoch her geht, Ruhe zu bewahren.

Wie das geht? Zum Beispiel so: Hier kommen meine vier liebsten Meditationen für den Alltag.

  1. Einen Atemzug machen bevor man antwortet. Warum? „Weil wir bereits bewusster antworten, wenn wir kurz innehalten“, sagt Ulrich Hoffmann. „Es kann uns eben sonst schnell mal was rausrutschen.“
  2. Das, was man tut, ganz bewusst machen, zum Beispiel Zähne putzen. Oder kochen. Nehmt dabei ganz bewusst, kleine Details wahr: Wie fühlt sich der Kochlöffel an? Wie zerläuft das Olivenöl, oder die Butter in der Pfanne? Wie riechen die Karotten und die Zwiebeln, die ihr andünstet?
  3. Gefühle annehmen. Den ganzen Tag prallen so viele Emotionen auf uns ein. Vor allem seit ich Mutter bin, macht mich das manchmal etwas mürbe: Ängste (um die Kinder und ob man alles schafft), Wut (von den Kindern, auf die Kinder, oder sich selbst), Frust (gerade von meinen Schulkindern!). Das ist normal, aber wir sollten nicht zulassen, dass uns jedes Gefühl vereinnahmt. Schaut euch das Gefühl an (klingt komisch, hilft aber!), und nehmt es an. Denkt euch also: „Angst? Ja, okay. Wut? Aha. Ärger? Ja, komm her.“ Lasst euch gar nicht darauf ein, es ändert eh nichts.
  4. Mit Mantren ruhiger werden. Wie gesagt: So müde ich auch bin, oft liege ich dann doch wach im Bett. Richtig doof, wenn am nächsten Morgen wieder um kurz nach sechs der Wecker klingelt. Um ruhig zu werden, und störende Gedaken auszublenden, hilft ein Mantra. Es sollte immer positiv formuliert und kurz sein. In der Einschlafsituation sage ich mir also nun vor: „Ich bin müde, ich schlafe ein. Ich bin müde, ich schlafe ein. …“ Und so weiter. Bringen euch die Kinder gerade zur Weißglut, oder streiten miteinander, dass euch die Ohren klingen, kann das Mantra auch „Ich in ruhig, ich habe die Kraft. Ich bin ruhig, ich habe die Kraft.“ oder so ähnlich lauten. Das fokussiert euch, holt euch in den Moment – und hoffentlich auch „runter“.

Probiert doch das eine oder andere mal aus – denn diese Mediationen könnt ihr ja wirklich mit in den Alltag nehemn. Ich kann euch übrigens sehr das Buch von Ulrich Hoffmann „Mediation. Mein Übungsbuch für mehr Wohlbefinden & Gelassenheit“ (GU Verlag) ans Herz legen. Dort findet ihre kurze und lange Übungen, absolut einfach und übersichtlich erklärt. Ihr könnt es zum Beispiel hier bestellen: Meditation: Mein Übungsbuch für mehr Wohlbefinden und Gelassenheit (GU Übungsbuch).

Ulrich_Hofmann_meditation

Alles Gute, eure Jules

Coverfoto: unsplash.com@seteales

 

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