Dezember

Mit diesen hübschen Dezember-Lieblingen weihnachtet es bei Jules schon sehr: Ein schönes Ritual, Genuss zum Essen sowie zum Hören, feine Karten und zauberhafte Deko!

Adventskranz binden

Statt Dezember könnte der Dezember eigentlich auch Marathonmonat heißen, findet ihr nicht? Geschenke überlegen, Geschenke besorgen, Plätzchen backen, Adventskalender befüllen, nicht zu vergessen den Christbaum besorgen…puh: Da steht ganz schön viel nebenbei auf dem Zettel. Ich versuche möglichst früh zu beginnen mit den Vorbereitungen, das heißt: Schon im November nehme ich Servietten und Kerzen für Heiligabend mit, wenn ich welche sehe. Besorge so bald wie möglich alle Zutaten für die Kekse und so weiter. Richtig in Stimmung bringt mich das alles aber noch nicht, die kommt erst an einem ganz bestimmtem Abend auf: Und zwar am Mittwoch vor dem ersten Advent, wenn ich meinen Adventskranz binde. Als wir vor zweieinhalb Jahren in unser Viertel gezogen sind, nahmen mich ein paar neue, liebe Freundinnen mit zu diesem Abend, der im Gemeindehaus der evangelischen Kirche stattfindet. Eigentlich stresste mich der Termin damals zeitlich, ich quetschte ihn halt irgendwie rein. Dort angekommen, erwarteteten mich an die dreißig ganz unterschiedliche Frauen jeder Altersgruppe, und Berge voller Grünzeug, Draht, und Strohkränze zum “Bebinden”. Egal wer hier regelmäßig in die Kirche ging, und wer nicht. Ganz gleich ob evangelisch oder katholisch, es ging einfach nur um diese gemeinsame Aktion. Als wir uns vorab kurz in die Runde setzten und die Pfarrerin eine Adventsgeschichte erzählte, kam ich endlich zur Ruhe. Das erste Mal seit Wochen. Als sich jede kurz vorstellte, wurde klar – dieser Termin ist für viele seit Jahren ein Fixpunkt: Durchatmen, besinnen, was Schönes selbst (er)schaffen. Und dann weitermachen, aber etwas geerdeter als zuvor. Der Adventskranz, den ich nun seit zwei Jahren binde, ist verbesserungswürdig – ich sage immer scherzhaft: “Der sieht halt wenigstens selbst gemacht aus.” Und genau so soll es sein.

Adventskranz

 

Weihnachtsstollen

Die zweite Aktion, die mir im Advent wichtig ist, ist Plätzchen backen. Okay, ich fluche immer, weil es so eine Frickelarbeit ist. Aber ohne? Kommt nicht in Frage! Deshalb müssen im Dezember immer Vanillekipferl her, meine Schokoplätzchen mit Pistazien (Rezept könnt ihr hier nachlesen), und was mit Marmelade, Spitzbuben oder Husarenkrapfen. Und dann ist da noch Stollen. Seit vier, fünf Jahren ist er bei uns ein Muss in der Adventszeit. Nicht ganz so süß wie die Weihnachtskekse, aber eben doch perfekt zum In-Stimmung-Kommen. Und – lasst euch von euren Omas nichts anderes erzählen, Mädels! – sehr, sehr einfach. Hier kommt mein Rezept:

Die Zutaten für den Stollen:

1000 Gramm Mehl

2 Päckchen Backpulver

200 Gramm Zucker

500 Gramm Magerquark

4 Eier

350 Gramm Butter

geriebene Zitronenschale von mindestens einer Zitrone

eine gute Prise Salz

eineinhalb Teelöffel gemahlenen Kardamom

100 Gramm Orangeat

100 Gramm Zitronat

70 Gramm Sultaninen

200 Gramm gemahlene Mandeln

eineinhalb Esslöffel Rum

außerdem Puderzucker und Butter zum Bestreichen

Die Zubereitung des Stollens:

Vermengt zunächst Mandeln, Orangeat, Zitronat und Sultaninen mit dem Rum in einer Schüssel, und lasst das Ganze zugedeckt eine halbe Stunde oder länger ziehen.

In der Zwischenzeit den Backofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen, und ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech vorbereiten.

Für den Teig dann den Quark, die Butter, die Eier, den Zucker sowie Zitronenschale, Kardamom und Salz in einer großen Schüssel vermengen. Gebt nun nach und nach das Mehl und die Rum-Mischung dazu, und knetet das Ganze mit dem Knethaken gut durch. Keine Sorge: Anfangs hat man das Gefühl, diese riesige Menge vermischt sich nie – aber das wird schon! Knetet nochmal gut mit den Händen nach.

Gebt den Teig dann auf eine bemehlte Arbeitsfläche und teilt ihn in zwei gleiche Teile. Formt zwei Laibe und legt sie nebeneinander auf das Backblech. Das schiebt ihr jetzt auf die zweite Einschubleiste von unten. Backzeit: 60 bis 70 Minuten.

Zerlasst nun etwas Butter und stellt sie bereit. Bepinselt die Stollen alle 20 Minuten mit Butter, so bleiben sie schön saftig, und bekommen trotzdem eine tolle Kruste. Nach dem Rausnehmen aus dem Ofen sofort nochmal mit flüssiger Butter bepinseln, und anschließend Puderzucker über die Stollen sieben.

Stollen

Karten in Kupfer-Optik

Im Dezember Weihnachtsgrüße per Post zu versenden, gehört für mich in Zeiten von WhatsApp und facebook, na sagen wir mal zum “guten Ton”. Ich freue mich selbst ungemein, wenn ich welche in der Post finde. Und da die meisten meiner Bekannten und Freunde selbst Kinder haben, und ihre Karten mit einem Foto ihrer Sprösslinge bedrucken, sieht man von Jahr zu Jahr immer wie sich die “Kleinen” entwickeln, auch wenn man sich unterm Jahr vielleicht nicht so häufig getroffen hat. Wir selbst gehen heuer auch das erste Mal zur Foto-Postkarte über, da viele meiner Freundinnen sich so freuen würden, mal ein Bild meiner Kinder zu bekommen. Deshalb habe ich mich für die schlichte Karte “Jahreswende” vom Atelier Rosemood entschieden, die nun von einem Bild meiner “Zwei” geziert wird. (Über Rosemood hat die liebe Pi übrigens hier schon mal berichtet.) Präsentieren kann ich euch das Ergebnis hier leider nicht, da ich mich, wie ihr vielleicht wisst, dafür entschieden habe, meine Kinder hier nicht oder nur “im Anschnitt” von hinten auf Bildern zu zeigen. Den Prototyp findet ihr hier.

Weil  aber Fotokarten nicht Jedermanns Sache sind, und ich ja auch ein paar geschäftliche Karten verschicken muss, habe ich noch eine Alternative gesucht: Und in Form der Karte mit den stilisierten Bäumen in Roségold gefunden. “Foil Christmas Tree” kostet um die fünf Euro pro Stück und ihr findet sie hier im Rikiki-Online-Shop, wo es auch sonst wunderschöne Papeterie gibt.

Weihnachtskarten

Zarte Deko

Während mein Weihnachtsbaum richtig beladen ist, dekoriere ich meine Fenster im Dezember eher sparsam: Weniger ist mehr, lautet hier die Devise. Da der große Stern, den meine Kinder in der Grundschule gebastelt haben, schon einige Risse vom vielen Aufhängen hat, habe ich mich nach Ersatz umgesehen. Mein Favorit: Der große Weihnachsstern aus Papier mit den goldenen Kanten von Watt & Veke, den ich bei Westwingnow gesehen habe. Ich überlege nur noch, ob ich mir eine Beleuchtung dazu besorge?

weihnachtsstern

Musik, die Besinnlichkeit zaubert

Es ist so: Wir haben da diese Weihnachts-CD. Und so bald ihre ersten Klänge im Dezember ertönen, sind wir wie verzaubert. Wann immer sie zu Ende ist, drückt einer von uns Vier auf “Repeat” und weiter gehts sinnlich-besinnlich. Es sind teilweise bekannte Adventslieder, aber: Sie werden von dem schwedischen  Posaunisten Nils Landgren vertont, der für die CD (mittlerweile gibt es übrigens mehrere davon, aber wir lieben vor allem die erste!) befreundete Musiker eingeladen hat. Und das Ergebnis ist so besonders, es hört sich an, als würde einen die Musik “umarmen”. Klingt kitschig? Ist es nicht, versprochen! Bitte, hört mal rein. Seid ihr genauso verzaubert wie ich? Die CD findet ihr zum Beispiel hier.

 

Thanks to:

Title-Photo by Haley Powers on Unsplash

Header-Photo by Denise Johnson on Unsplash

Photo “Stollen” by Food Photographer | Jennifer Pallian on Unsplash

Photo “Christmas Card” by Rikiki

Photo “Star” by Westwingnow