Jetzt aber schnell! Der Juli ist fast rum, und ich bin faul in der Sonne gelegen … nein, stimmt gar nicht: Ich habe fleißig für einen Kunden getextet, euch aber nicht vergessen! Hier kommen ein wunderschöner Platz in München. Ein lecker Rezept für den Sommer. Eine Strandtasche mit Geschichte. Nachhaltiges Geschirr, und: DER Sommer Chair schlechthin

(Unbezahlte Werbung, da Markennennung)

Urban und unaufgeregt: Der Roecklplatz

Das Gute liegt so nah. Wie so oft. Und so habe ich zwar manchmal einen neugierigen Blick aus dem Autofenster oder vom Fahrrad aus auf den Roecklplatz riskiert, wenn ich die Isartalstraße Richtung Innenstadt fuhr. Mir aber nie Zeit genommen, mal anzuhalten. Bis vor kurzem: Eine Eisdiele sollte her, für uns, für die Kinder. Mit dem Fahrrad erreichbar, zwischen unserem Wohnort und der Innenstadt. So probierten wir es mal am Roecklplatz: Und entdeckten das Eiscafé Italia (Ehrengutstraße 23) mit wirklich leckerem Eis und vor allem wirklich netten Besitzern. Und wir entdeckten noch viel mehr: Einen schattigen Spielplatz (für die Kinder) mit schattigen Bänken (für uns Erwachsene). Viele Kneipen und Lokale, von denen ich zwar seit Jahren den Namen kenne (und auch früher teilweise schon mal dort war). Aber nicht kapiert habe, dass sie sich alle an ein und demselben Platz finden: Das legendäre Bavarese, das coole Ausbildungsrestaurant Roecklplatz, die türkische Taverne Yol. Und wir fanden vor allem: Einen Ort, der eine Oase ist, vor allem im Sommer. Geprägt von nachbarschaftlichen Treffen rund um den Spielplatz. Unweit der stark frequentierten Isarstraßen und überfüllten Radwege. Und wer bei “Roeckl” sofort an das Münchner Traditionsunternehmen denkt, das unter anderem Handschuhe herstellt, liegt richtig: Denn danach ist der Platz benannt, und auch heute ist das Unternehmen dort zu finden.

Frisch und gesund: Der Melonensalat

Danke, Pi, für dieses tolle Rezept! Ich kenne keinen Salat, der so frisch schmeckt und so schnell gemacht ist. Ihr braucht dazu lediglich Wassermelone und Schafskäse. Beides schneidet ihr in Würfel (wenn ihr mögt, gebt noch klein geschnittene Tomaten dazu) und vermengt es. Dann noch salzen, pfeffern und Olivenöl darüberträufeln. Als Gewürze streue ich, wenn ich es gerade da habe, gehackte Minze oder Basilikum darüber – so schmeckt der Salat an einem heißen Sommer-Tag noch frischer.

Schön, praktisch und sozial: Die Tasche für den Sommer

Das liebe ich: Man entdeckt ein hübsches Produkt, und dann plötzlich auch noch eine Geschichte dahinter, die gut ist. Gut im schönsten Sinne des Wortes, denn die wunderschönen Wal-Prints auf dieser Strandtasche stammen aus der Feder von Erwachsenen mit körperlicher und geistiger Behinderung. Sie arbeiten für das britische Projekt Arthouse Unlimited. Diese Tasche (und mehr von Arthouse Unlimited, zum Beispiel wunderschöne Papeterie!) findet ihr zum Beispiel bei rikiki, einen Online-Shop mit ausgewälten Stücken. Es lohnt sich aber auch auf die eigene Website von Arthouse Unlimited zu gucken. Alle Erlöse kommen dem Projekt zu Gute. Meine Lieblings-Tasche hier, die man auch prima als Weekender verwenden kann, ist übrigens aus Baumwolle. Genäht wurde sie von Frauen einer indischen Kooperative, die sich damit finanziell unabhängig machen können.

strandtasche

Tasche “Swim With The Whales Forever” von Arthouse Unlimited über rikiki, um 70 Euro

Formschön und recycelt: Das Kaffeegeschirr

Ich bin ein großer Fan nachhaltiger Lösungen, deshalb begeistern mich die Kaffeetassen des Berliner Start-ups Kaffeeform! Denn sie werden aus Kaffeesatz hergestellt. Was für eine geniale Idee! Der Kaffeesatz dafür wird von lokalen Gastronomiebetrieben in Berlin eingesammelt. Um die formschönen Tassen und Unterteller haltbar zu machen, kommen noch ein paar biologisch abbaubare Stoffe hinzu, nämlich Buchenholzfasern, Stärke, Cellulose und Biopolymere. Die hübschen Teile können so sogar in die Spülmaschine, und sind übrigens federleicht. Kaffeeform vertreibt seine schönen Stücke schon in vielen Läden und natürlich auch über den eigenen Online-Shop, verpackt werden sie dann in einer sozialen Werkstatt. Und den nächsten Coup hat das junge Unternehmen, das 2018 den begehrten Reddot Design Award erhielt, jetzt auch gelandet: Einen Coffe-to-Go-Becher!

Cool und kultig: Der Acapulco Chair

Ein Stuhl wie ein Versprechen: Entspannen, lesen, einfach sein. Genau damit assoziiere ich den Design-Klassiker “Acapulco Chair”! Sicher, weil er mit seinen Knallfarben Sommerlaune versprüht. Aber auch mit Zurückhaltung in gedeckten Tönen punktet (und deshalb auch für drinnen ein Lieblingsstück ist). Und er ist halt einfach herrlich bequem, weil die Schnüre, aus denen seine Sitzfläche besteht, sich dem Körper anpassen. Wisst ihr übrigens, dass die Legende zum Stuhl so geht: Ein französischer Tourist in Mexiko soll den Einfall gehabt haben, Hängematte und Stuhl zu Einem zu machen, so entstand – angeblich – der Entwurf des ersten Acapulco Chair. Zwei unabhängige Unternehmen, die sich darauf speziaisiert haben, den Stuhl zu importieren, achten darauf, dass er unter fairen Bedingungen im Ursprungsland Mexiko hergestellt wird: Das ist einmal “Acapulco Design” in München und das Hamburger Label “Viva Mexico Chair”. Solltet ihr in einem der Orte wohnen, oder in der Nähe, handelt doch nachhaltig und guckt mal dort – oder bei den vertreibenden Läden in der Nähe – vorbei! Viva Mexiko!

Alles Liebe und einen tollen Sommer! Eure Jules

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